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Link | Tendenz: Negativ

Mit I Am Legend zeichnet sich in letzter Zeit ein deutlicher und zugleich trauriger Trend im Action-Genre ab. Schnelle geschnittene Trailer, beeindruckende Bilder und ein guter Soundtrack locken einen ins Kino. Die Ernüchterung folgt dann meist recht zügig. Eine in 5 Minuten zusammengebastelte Story, grausame Dialoge und unnötige Längen, damit man für die Überlange auch noch bezahlen darf … That`s entertainment.

Die Bilder der verlassenen Stadt sind atemberaubend und die Story wird die ersten 10 Minuten des Films auch zügig vorangetrieben. So erfährt man früh, dass Will Smith der einzige Überlebende in New York, vielleicht sogar auf der ganze Welt, ist. Praktischerweise ist er auch noch Virologe und resistent gegen das Virus. Daher macht er es sich zur Lebensaufgabe ein Gegenmittel gegen den Virus zu finden.

So fantastisch die Bilder auch sind, so schnell werden sie langweilig. Sich 30 Minuten eine leere Stadt anzusehen ist definitiv zu lang, egal wie schön eine Stadt auf der Leinwand auch dargestellt wird… Und nachdem Handlung, Tiefe und Spannung auch nicht viel hergeben, kann man sich den Film eigentlich getrost schenken.

Link | Tendenz: Negativ

Die ersten 10 Minuten des Films, die Vorgeschichte quasi, bekommt man in Zeichentrick serviert, bevor es dann in New York mit dem „normalen“ Film weitergeht. Die Idee an sich, in einen Film Zeichentrickelemente zu integrieren ist nicht neu. Das ändert aber nichts daran, dass sie noch nie gut funktionert hat. Und damit sind wir schon bei den vielen Kleinigkeiten, die die Stimmung des Films Minute um Minute runterziehen. Die Charaktere sind viel zu überzogen und extrem dargestellt. Das mag Absicht sein, wirkt sich auf den Film aber eher negativ aus, da schlicht die Identifizierung flöten geht. Da hilft dann auch ein nettes Lächeln von Patrick Dempsey nicht mehr viel. Überhaupt versucht der Film sich, völlig Disney untypisch, selbst auf die Schippe zu nehmen, was nur sehr bedingt gelingt.

Disney Filme sind und waren schon immer schön, nett und ein Erlebnis für die ganze Familie. Verwünscht dagegen ist zynisch, ironisch, überzeichnet und am Ende des Films fragt sich der ein oder andere sicher, ob das wirklich ein von Disney produzierter Film war. Zu konfus, zu undurchsichtlich und lieblos … Da gibt es bessere Alternativen.

Link | Tendenz: Positiv

Sehr feinfühlig zeigt der Film, wie sich die Wertevorstellungen des von Til Schweiger dargestellte Charakters durch sein neues Umfeld ändern und auch mit der alten „Freundin“ kommt er nach und nach besser zurecht. Mehr soll über die Handlung an dieser Stelle nicht verraten werden.

Fantastische Schauspieler, eine romantisch angehauchte Handlung mit viel Witz und Charme und die gute Laune, die der Film versprüht, machen Keinohrhasen zu einem der wenigen Filme im Jahre 2007, die man einfach gesehen haben muss.

Link | Tendenz: Positiv

Und es gibt sie doch noch, die guten deutschen Filme (wenn sie auch rar gesät sind). So zeigen Vorne ist verdammt weit weg und Keinohrhasen gegen Ende des Jahres 2007, dass nicht nur Hollywood Kinos füllen kann.

Bei Vorne ist verdammt weit weg handelt es sich um eine Gesellschaftssatire, welche sich nicht davor scheut die Themen Arbeitslosigkeit und Globalisierung zu thematisieren. Der feine Humor zwischendurch bewahrt einen allerdings davor, von der Handlung erschlagen zu werden.

Wer was für deutsche Filme übrig hat, sollte sich diesen Film unbedingt ansehen.

Link | Tendenz: Negativ

Da ist es passiert. Ich bin in einen Uwe Boll Film gegangen. Ihr kennt Uwe Boll nicht? Dann sind wohl auch Filmperlen wie Barschel – Mord in Genf, Das erste Semester, Sanctimony, Backwoods, Backflash 2 und Hearts of America an euch vorübergegangen. Glück gehabt. Böse Zungen behaupten ja, mit Uwe Boll hätten wir Deutschen einen der schlechtesten Filmemacher/Produzenten aller Zeiten hervorgebracht. Aber da mag sich jeder sein eigenes Urteil bilden.

Einen guten Cast hat Dungeon Siege auf jeden Fall zu bieten, immerhin sind Größen wie Jason Statham, LeeLee Sobieski, Claire Forlani und Kristanna Løken mit dabei. Leider aber rettet das den Film nicht. Jede Szene erinnert einen an eine schlechte Herr der Ringe Nachmache und versprühte den Charme eines Holzhammers.

Langweilige HdR Kopie, die man nicht gesehen haben muss.

Link | Tendenz: Negativ

Simpel und oberflächlich gestrickte Komödie, die vor allem durch Gags unter der Gürtellinie aufwartet und reichlich respektlos ist.

Braucht man nicht gesehen zu haben.

Link | Tendenz: Neutral

Mit der Buch-Trilogie „His dark materials“ (Der Goldene Kompass, Das magische Messer und Das Bernstein-Teleskop) hat Philip Pullmann ein Meisterwerk geschaffen.

Wie man nun aus einer so genialen Vorlage einen schlechten Film macht, hat Chris Weitz eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Der Film ist bestenfalls eine schlechte Zusammenfassung und hat es nicht eine Sekunde lang geschafft, das Feeling des Buches aufleben zu lassen. Dafür wurde zuviel vom Buch weggeschnitten und der Rest einfach lieblos aneinander gereiht, um grob den ganzen Handlungsfaden in den Film zu bringen.

Desweiteren hält sich (Nicole Kidman ausgenommen) auch die schauspielerische Leistung in Grenzen. Allen voran enttäuscht in der Hauptrolle Dakota Blue Richards, die neben den oberflächlichen Texten (dafür kann die Gute nichts) auch noch immer den selben Gesichtsausdruck zustande bringt. Ein ums andere Mal wünscht man sich da Namensvetterin Dakota Fanning (Mann unter Feuer, Krieg der Welten ) auf die Leinwand.

Am schlimmsten ist jedoch, dass der philosophische Anspruch des Buches völlig außen vor gelassen wird. Dafür gibt es im Gegenzug Dialoge, die diese Lücke wohl auffüllen sollen…:

Lya:“Was steht denn bei diesem Krieg auf dem Spiel?“

Serafina Pekkala:“Nicht mehr oder weniger als der freie Wille der Menschheit“

Unabhängig von der teilweise furchtbaren Synchronisation (die Kirche heißt plötzlich „Magisterium“), haben sich die Macher des Films zudem für einen netten Familienfilm entschieden, und konsequent alle Punkte, die für Unruhe sorgen könnten, entfernt. So wird eben nicht die Kirche an sich, sondern lediglich eine x-beliebige böse Organisation ins Spiel gebracht, die als Bösewicht herhalten muss. Außerdem hat man den Cliffhanger am Ende des ersten Teils des Buches weggelassen. Es geht doch nichts über ein Happy Ending.

Daher meine Empfehlung: Solltet ihr die Bücher gelesen haben, tut euch den Film nicht an. Alle anderen bekommen durchschnittliche Familienkost serviert, sollten aber trotzdem in Erwägung ziehen, die Bücher doch noch zu lesen. Dann kann man sich zumindest die beiden noch kommenden Teile schenken.

Link | Tendenz: Neutral

Der Trailer von American Gangster ist vermutlich einer der irreführensten des Jahres 2007.

So sieht man wie Denzel Washington einen Drogenhandel aufbaut, der sogar die Mafia blass aussehen lässt. Autos fliegen in die Luft, Leute sterben, große Reden werden geschwungen und Russell Crowe als Cop eröffnet eine gnadenlose Hetzjagd auf die Bösewichte.
Spontan kommen einem da Filme wie Scarface oder der Pate in den Sinn. Mafiafilme mit viel Aktion und jeder Menge Schießereien.

Doch warum erzähle ich euch das?

Nun, der Film konzentriert sich sehr stark darauf, die Charaktere intelligent zu entwickeln und bringt damit eine gewisse Tiefe in die ganze Geschichte. Um diesen Fokus beibehalten zu können fliegt aber eben nicht alle 2 Minuten etwas in die Luft (sehr zum Leidwesen meiner Sitznachbarn: „So ein dämlicher und langweiliger Film“).

Wer sich darüber im Klaren ist, dass hier mitdenken angesagt ist, bekommt von Regisseur Ridley Scott (Alien, Blade Runner, Gladiator ) einen absolut empfehlenswerten Film gezeigt.

Link – | Tendenz: Negativ

Keira Knightley kann einem fast Leid tun. Normalerweise übernimmt sie Rollen, in die sie nicht reinpasst (King Arthur, Domino), oder droht neben den anderen Schauspielern unterzugehen (Tatsächlich … Liebe, Fluch der Karibik). Doch mit Abbitte war endlich wieder ein Film gefunden, der ihr wie auf den Leib geschrieben scheint und dementsprechend gut hat sie ihren Charakter dargestellt.

Einziges Manko? Der Film ist langweilig …

Literaturverfilmungen scheinen momentan hoch im Kurs zu stehen, in diesem Fall sollte es das Drama Abbitte von Ian McEwan sein. Also stellt man sich mental darauf ein (ein bißchen Depressivität hat noch keinem geschadet) und los geht es.

Der Geschichte nach das perfekte Drama, schafft es Abbitte nicht, auch das dazugehörige Gefühl zu vermitteln. Zu schnell werden die traurigen und tragischen Situationen wieder aufgelöst (aha, das war also doch gar nicht so schlimm …). So fragt man sich nach dem Film, ob das nun wirklich ein Drama war oder nicht. Desweiteren zieht sich der Film zwischendurch unnötig in den Länge, was den Gesamteindruck nicht besser werden lässt.

Ich habe das Buch zwar noch nicht gelesen, aber es dürfte den Kritiken nach wesentlich mehr hergeben,als es der Film tut.