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Link Bewertung:81

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Link Bewertung:78

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Link | Tendenz: Negativ

Flach, flacher, Jumper.

Ich möchte an diesen Eintrag nicht zu viel Zeit verschwenden, denn den Film sollte man sich einfach nicht ansehen.

Jumper ist ein Actionfilm, der mit ein paar netten Effekten aufwarten kann. Das war es dann aber auch schon. Der Film scheint mir ohne ein wirkliches Drehbuch gedreht worden zu sein. So viele Fragen sind am Ende des Films noch offen geblieben. Warum können Jumper jumpen? Wer sind die anderen? Warum haben die anderen etwas gegen die Jumper? Fragen über Fragen. Aber die Antworten sind nicht in Sicht.

Link | Tendenz: Negativ

Kommen wir zu meinem derzeitigen Lieblingsthema „Trailer und deren Aussagekraft“.

Michael Clayton arbeitet als Anwalt fürs Grobe (Ausputzer). Irgendwann wendet er sich gegen seinen Arbeitgeber und kämpft auf der anderen Seite weiter. Suggeriert wird ein eher düsterer Actionfilm, der eventuell leicht dramalastig sein könnte.

Im Film bekommt man dann die Entwicklung von Michael Clayton in aller Ausführlichkeit dargestellt. Und hier liegt das Problem. Spätestens nach einer halben Stunde hat jeder die Botschaft verstanden, die der Film vermitteln will: Clayton ist nicht mehr zufrieden, der Job ist mies, er weiß nicht, warum er das alles überhaupt macht. Die Welt ist unfair… Der Film misst diesem Punkt deutlich zu viel Aufmerksamkeit bei und ist auch in der Länge schlicht langweilig. Gegen Ende des Films dürfte der ganze Kinosaal vor sich hingedöst haben.

Aber dann! Action. Clyton verrät seinen Arbeitgeber, die Musik wird schneller, es geht ein Ruck durch das Publikum. Doch noch ein bißchen Action, zumindest hofft man das. Doch dann ist der Film aus… Die Action hat ganze 3 Minuten gedauert (Danke lieber Trailer).

Der Film bietet nicht einen Grund, warum man ihn sich ansehen sollte. Langeweile pur mit durchwachsenen schauspielerischen Leistungen.

Link | Tendenz: Neutral

My Blueberry Nights ist ein absolutes Schmankerl in Sachen Filmkunst. Doch sollte man bei diesem Film sehr vorsichtig sein, der wahre Genuss dürfte hauptsächlich den wirklichen „Filmfans“ vorbehalten sein. Daher verwundert es auch nicht, dass dieser Film bei den Kritikern sehr schlecht weggekommen ist. Definitv kein Blockbuster bzw. Film für die Massen.

Eigentlich geht es um ein Treffen zweier Menschen, die anfangen miteinander zu reden und irgendwann einen Blaubeerkuchen essen. Man trennt sich wieder um Geschichten zu erleben und um am Ende doch wieder gemeinsam Blaubeerkuchen zu essen. Man hat Erfahrungen gemacht die einen verändern, um am Ende festzustellen, dass man sich vielleicht doch nicht so stark verändert hat wie man dachte. Es geht um Vorstellungen und Wünsche und darum, wie nichtig diese mit der richtigen Einstellung werden können.

Das klingt alles etwas merkwürdig und konfus? Tja, der Eindruck täuscht nicht. Das Schöne an „My Blueberry Nights“? Es macht nichts!

Der Film lebt von einer Geschichte in der man sich verliert. Umgeben von stimmungsvollen Bildern und einem angenehmen Soundtrack wird man durch den Film getragen und lässt sich einfach treiben.

Das Konzept macht My Blueberry Nights nicht zwangsläufig zu einem guten oder schlechten Film. Faszinierend ist er aber in jedem Fall …

Link | Tendenz: Positiv

Dokumentarfilme erleben diese Tage einen nie für möglich gehaltenen Höhenflug. Wer hätte vor ein paar Jahren geglaubt, dass Millionen von Menschen in die Kinos strömen, um sich Pinguine oder Bilder unseres Planet anzusehen? Zu Zeiten, als gerade mal Fox grenzwertige Einschaltquote mit Dokumentationen verbuchen konnte.

Doch die Zeiten ändern sich und kein Film demonstriert das so gut wie „Unsere Erde“. 200 Drehorte in 26 Ländern, über 40 Kamerateams, 250 Stunden Luftaufnahmen, geschätzte 1000 Stunden Filmmaterial, 5 Jahre Bearbeitungszeit, 30 Millionen Euro an Kosten. So lesen sich die Zahlen des Projektes der BBC.

Das ganze wurde in eine TV-Dokumentarfilmreihe namens „Planet Erde“ umgesetzt. Der Kinofilm „Unsere Erde“ seinerseits ist an sich als ein 100 Minuten dauernder Trailer zu sehen, in dem vieles aus der TV-Reihe gezeigt wird. Es wurde aber auch bisher nicht veröffentlichtes Material in den Film eingebunden. So bekommt man Aufnahmen von Tieren ebenso zu sehen, wie von Wasserfällen, riesigen Wäldern und unserem Planeten als ganzes.

Hat man einen Faible für Natur/Tierfilme, muss man diesen Film einfach gesehen haben.

Anzumerken ist, dass der Film im Zuge der globalen Erderwärmung Alarm schlägt, dies aber sehr dezent macht und somit nie den Bogen überspannt, den Film als reine Werbeplatform zu missbrauchen.

Link | Tendenz: Neutral

Der Krieg des Charlie Wilson ist einer der Filme, bei dem man sich, nachdem man ihn gesehen hat, fragt, woran man eigentlich genau ist oder ob er einem wirklich gefallen hat.

Er ist weiterhin, soweit ich mich erinnern kann, der einzige Film den ich gesehen habe, der komplett ohne Spannung auskommt. Und das ist irgendwie weder positiv noch negativ gemeint. Der Film erzählt seine Geschichte und wirkt dabei fast wie ein Dokumentarfilm und nach einer Stunde vierzig ist er aus, denn die Geschichte ist fertig erzählt. Irgendwie geht einem die fehlende Spannung aber auch nicht wirklich ab, denn schlecht gemacht ist der Film auch wieder nicht. Einzig die immer wiederkehrenden bitterbösen Anspielungen auf das Versagen der Amerikaner in dieser Situation und der amerikanischen Politik im allgemeinen lockern für uns Europäer den Film etwas auf. Keine Überraschung, dass der Film in den USA kein besonders großer Erfolg war.

Wenn man sich ein wenig für die amerikanische Politik und/oder deren Position Anfang der 80er Jahre interessiert, kann man sich diesen Film sicher ansehen. Ein Muss ist es aber auf keinen Fall.

Link | Tendenz: Neutral

Da ist er endlich, der lange angekündigte Nachfolger des Blockbusters „Das Vermächtnis der Tempelritter“ aus dem Jahre 2004. Leider schwächelt er im Vergleich zum Vorgänger etwas.

Das liegt nicht daran, dass Nachfolger per se schlechter sind als ihre Vorgänger. Da soll es rühmliche Ausnahmen geben. Hier liegt es aber vielmehr an der etwas schwächeren Story.

Nicolas Cage gibt wieder einen halben Indiana Jones und jagt samt Entourage auf einer modernen Schnitzeljagd einem Schatz hinterher. Leider verabschiedet sich die Geschichte diesmal recht schnell in die Tiefe von Katakomben und großen unterirdischen Höhlen und so erlebt man als Zuschauer, was man schon viel zu oft gesehen hat und sogar in eine Formel packen kann: Höhle finden = Rätsel lösen = Zugang zu neuer Höhle = neues Rätsel = …X Wiederholungen… = Zugang zu (wahlweise) Schatz/verlorener Stadt = alle sind glücklich.

Wer den ersten Teil (beide Filme sind in sich geschlossen) mochte, wird auch vom zweiten Teil nicht enttäuscht sein. Alle anderen bekommen seichte Action mit solider schauspielerischer Darbietung und mittelprächtigen Dialogen geboten.

Link | Tendenz: Neutral

Wieder so ein – mit Verlaub – durchschnittlicher und langweiliger deutscher Film. Muss das denn sein?

Was kann es denn für einen Regisseur schöneres geben, als Morton Rhues „Die Welle“ verfilmen zu dürfen? Diese Buch enthält alles, was ein guter Film braucht. Die sich entfaltende unaufhaltsame Gruppendynamik. Die Hilflosigkeit derer, die den Wahnsinn des Experimentes erkennen und gegen eine immer größer werdene Gruppe antreten müssen. Das Gefühl einfach mitgetrieben zu werden und mitmachen zu müssen oder als Konsequenz ausgestoßen/gemobbt zu werden.

Doch im Film hatte ich immer das Gefühl, dass die immer größerer werdende Gruppe konstant aus 4-6 Leuten besteht. Da kam zu keinem Zeitpunkt ein Gefühl der Beklemmung oder Hilflosigkeit auf. Und am Ende muss natürlich noch jemand sterben. Geht ja nicht anders… (im Buch wird übrigens niemand getötet).

Handwerklich solide, aber etwas lasche Umsetzung des Buches.